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Was
ist Ihre momentane berufliche Tätigkeit? Seit 2006
bin ich co-tutelle Doktorand am Centre for Cultural Studies
am Goldsmiths College in London und dem Institut für
Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie in Frankfurt.
Was sind Ihre aktuellen Forschungsprojekte bzw. Forschungsschwerpunkte?
Performance Studies, Medientheorie, Anthropologie und Bildwissenschaft
im Rahmen meines Projekts zu kulturellen Dramaturgien globaler
Medienkriege.
Was sind Ihre weiteren Interessensgebiete? Globalisierungstheorien,
zeitgenössisches Theater, die russische Avantgarde, Theorien
des Designs, Raumtheorien sowie Konzepte wissenschaftlicher
Zusammenarbeit.
Worauf freuen Sie sich besonders? Im Hinblick auf den
Kongress freue ich mich daruf, mal wieder in Mainz zu sein
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Blick/Bild/Berichterstattung
Zu den Praktiken des Bildgebrauchs
Kameramann
wie Fotograf produzieren vermeintliche Unmittelbarkeit. Das
technische Bild produziert artifizielle Präsenz. Ist
demnach die Bildgebung bereits latent im Moment der Beobachtung
vorhanden? Inwieweit beeinflusst dies damit die schlussendliche
Form der Präsentation? Ist der lesende, schauende, betrachtende
Blick des Zuschauers der Einstiegspunkt in spezifische Medienformate,
soll hier der Materialität des Medialen sowie den damit
verbundenen Fragen des Bildermachens und Bildgebrauchs nachgegangen
werden. Inwieweit sind "berichtende Bilder" als
Rückgriffe auf visuelle Archive zu verstehen, oder muss
bei diesen Arten des Bildgebrauchs und der Bildproduktion
genau die Neuformierung des Bildlichen hervorgehoben werden?
Ausgehend
vom prozessualen Spannungsfeld der Bildproduktion müssen
die Verhältnisse von Sinnlichkeit und Abstraktion im
Hinblick auf einen kulturanthropologischen Ansatz der Formgebung
erschlossen werden, der sich im Feld einer Anthropologie des
Medialen bewegt. Dem schließt sich eine kritische Auseinandersetzung
mit den an der Formgebung beteiligten Akteuren auf ihren Anteil
am visuellen Archiv an.
Im
Hinblick auf das "berichtende Bild" soll sich hier
der Problematik des Bildermachens in zweierlei Hinsicht angenähert
werden. Aus historischer, apperativ-orientierter Perspektive
dem Feld fotografischer und filmischer Bilder, sowie als prozessorientierter
Analyseansatz für die Auseinandersetzung mit den Problematiken
des Bildermachens in berichtenden Präsenzformen unter
einem kulturkomperativen Fokus.
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